Inhalt
Überblick
Die Wirtschaft ist das Fundament jeder Strategie. Regionen haben Bevölkerung, Infrastruktur und Gebäude; Gebäude verwandeln Güter in andere Güter; ein gemeinsamer Weltmarkt bildet jede Woche die Preise. Aus allem zusammen entstehen BIP, Steuern und am Ende Stabilität.
Bevölkerung und Arbeit
Die Bevölkerung wird je Region simuliert. Ein Teil davon ist erwerbstätig; Gebäude stellen zuerst ein, der Rest arbeitet in Dienstleistungen oder ist arbeitslos. Neue Gebäude senken also die Arbeitslosigkeit – bis die Erwerbsbevölkerung ausgeschöpft ist. Danach fehlen Arbeitskräfte, und das wird zum limitierenden Faktor.
Die Bevölkerung hat Bedarf in drei Stufen: Grundbedarf, Komfort und Luxus. Mit wachsendem Wohlstand steigen Komfort- und Luxusbedarf. Wie gut der Bedarf erfüllt ist, wirkt auf die Stabilität und – bei fehlendem Grundbedarf – auf das Bevölkerungswachstum.
Gebäude und Produktionsmethoden
Gebäude stehen in Stufen in den Regionen. Jedes Gebäude hat umschaltbare Produktionsmethoden, die durch Forschung freigeschaltet werden: Ein Stahlwerk aus dem Jahr 2000 wird nicht abgerissen, sondern modernisiert. So tragen Epochenwechsel durch die Wirtschaft, ohne dass Gebäude ihre Identität verlieren.

Gebaut wird über das Detailpanel einer Region; die Kosten werden beim Start abgebucht. Wie viele Projekte parallel laufen, hängt von der Größe der Volkswirtschaft ab – große Staaten bauen an vielen Stellen gleichzeitig, kleine nacheinander.
Der limitierende Faktor
Jede Fabrik zeigt im Detailpanel, was ihre Leistung gerade begrenzt: fehlende Arbeitskräfte oder ein fehlender Input (etwa „Treibstoff“). Die Leistung hängt außerdem von Infrastruktur und Stabilität der Region ab.
Für Profis: die Produktionsformel
Der Limitierungsgrund ist factor.workforce oder factor.input.<gut> – je nachdem, welcher der beiden Faktoren kleiner ist. Die Auslastung schwankt mit der Konjunktur zwischen 0,7 und 1,1. Lager können nie negativ werden.
Märkte und Preise
Jede Nation führt eigene Lager. Für den Handel gibt es einen gemeinsamen Weltmarkt, auf dem auch Akteure außerhalb der Karte (etwa USA und China im Startausschnitt) mithandeln. Die Handelsautomatik hält je Gut einen Lagerpuffer: Liegt das Lager darunter, wird importiert, liegt es weit darüber, exportiert. Eigene Handelsaufträge im Markt (F3) überschreiben die Automatik.

Die Weltmarktpreise bilden sich wöchentlich aus Angebot und Nachfrage. Dauerhafte Ungleichgewichte verschieben Preise langsam, plötzliche Schocks – ein Embargo, ein Krieg, ein Lieferausfall – stark. Steigen Preise über eine Schwelle, melden das die betroffenen Nationen als Preisschock.
Exponenten und Geschwindigkeit sind Defines aus Spec 20 §6 und §14.
Haushalt und Schulden
Einnahmen kommen vor allem aus Steuern (Steuersatz × BIP × Steuereffizienz) und Zöllen. Ausgaben verteilst du über Budget-Kategorien: Verwaltung, Bildung, Gesundheit, Soziales, Forschung, Militär, Infrastruktur – dazu Truppenunterhalt, Zinsen und Bauprojekte. Höhere Steuern bringen Geld, kosten aber Stabilität.
Fehlt Geld, nimmt der Staat Schulden auf. Der Zins steigt mit der Schuldenquote und mit dem Defizit; in einer Schuldenkrise wird Refinanzierung teuer. Ab einer Schuldenquote von 200 % droht die Staatspleite mit Schuldenschnitt und Stabilitätsverlust (Default-Werte aus Spec 20 §14).
Krisen, die von selbst entstehen
Bankenkrisen stehen nicht im Kalender. Sie entstehen, wenn sich private Verschuldung über Jahre aufgebaut hat und ein Auslöser hinzukommt – eine Rezession, Ansteckung über Handelspartner oder ein Einbruch der weltweiten Risikobereitschaft. Wer gut wirtschaftet, kommt glimpflicher davon. In Testläufen 2000–2026 traten solche Krisen fast nur in wohlhabenden Staaten auf (Spec 20 §16, Kalibrierungsläufe des Prototyps).
Tipps
- Infrastruktur zahlt sich doppelt aus: Sie erhöht die Effizienz aller Gebäude einer Region.
- Stabilität ist Produktivität: Instabile Regionen produzieren weniger.
- Auf den Engpass schauen: Ein fehlender Input bremst eine ganze Kette – erst bauen, was fehlt, dann ausbauen, was schon läuft.
Vorschläge laufen vorerst über den Discord-Kanal bzw. die Community-Seite.
Abgeleitet aus den Spezifikationen; Messwerte stammen aus Testläufen des Prototyps und sind als solche gekennzeichnet.