Diplomatie & Krisen
Kriege beginnen nicht mit einer Kriegserklärung, sondern als Krise. Jede Stufe hat Folgen – und jede Seite kann vorher einlenken.
Erst die Krise, dann vielleicht der Krieg.
Eine Nation stellt eine Forderung, beide Seiten sammeln Unterstützer, die Spannung steigt täglich. Wer eskaliert, muss Fristen abwarten – genug Zeit, um zu verhandeln.
- Fünf Arten von Forderungen. Gebiet, Reparation, Embargo aufheben, Bündnis verlassen oder Entmilitarisierung einer Grenzregion.
- Lager und Unterstützer. Dritte schlagen sich auf eine Seite. Das erhöht die Spannung und bindet sie, falls es zum Krieg kommt.
- Fünf Ausgänge. Nachgeben, Rückzug, Kompromiss, verfallene Frist – oder Krieg.
Was jede Stufe auslöst.
| Stufe | Name | Wirkung |
|---|---|---|
| 0 | Forderung | Spannung steigt langsam, beide Seiten suchen Unterstützer. |
| 1 | Drohung & Sanktionen | Gegenseitiges Embargo der beiden Hauptparteien; der Weltmarkt schlägt einen Risikoaufschlag auf. |
| 2 | Mobilisierung | Höherer Truppenunterhalt, schnellere Verstärkung, etwas weniger Güterproduktion. |
| 3 | Ultimatum | Das Ziel muss entscheiden: nachgeben, Kompromiss anbieten oder standhaft bleiben. |
| 4 | Krieg | Unterstützer treten bei, Verteidigungsbündnisse greifen; die Forderung wird zum Kriegsziel. |
Mechanik des Prototyps (Spec 23 §11). Werte werden im Balancing noch angepasst.
Kriegsziele werden am Verhandlungstisch eingelöst.
Besetzung und Verluste ergeben Kriegspunkte. Friedensangebote fordern Provinzen, Reparationen oder das Kriegsziel der Krise – je mehr Punkte, desto mehr ist durchsetzbar. Separatfrieden ist möglich.
- Bündnispflicht. Verteidigungsbündnisse ziehen Partner auf die Seite des Angegriffenen – ohne Kettenreaktion über Partner der Partner.
- Krieg hat einen Preis. Eine Kriegserklärung kostet Beziehungen zu Ziel und Dritten sowie eigene Stabilität.
- Märkte spüren Krisen. Güter, die vor allem die beteiligten Lager herstellen, werden auf dem Weltmarkt teurer.
Beziehungen, Bündnisse, Organisationen.
Im Szenario 2000 bestehen bereits Bündnisse und Gemeinschaften wie NATO, EU, GUS und Golf-Kooperationsrat.
Bündnisse
Bilaterale Verteidigungsbündnisse vorschlagen, annehmen oder verlassen. Szenario-Bündnisse bestehen weiter.
Beziehungen
Meinungen driften monatlich zu einem Zielwert: Bündnisse, ähnliche Regierungsformen und aggressive Nachbarn verschieben ihn.
Organisationen & Einfluss
Satzungen, Stimmrechte, Gründungskonferenzen und Einflusssphären sieht das Spielkonzept vor – in Entwicklung.